Fortgeschrittene Reifenbegriffe

Lernen Sie die Fachbegriffe der Reifenwelt

GANZJAHRES-HOCHLEISTUNGSREIFEN
Diese Reifen bieten Traktion auf Schnee und Eis und überzeugen zugleich mit guter Fahrleistung auf trockenen Oberflächen.
 

GANZJAHRESREIFEN ODER ALLWETTERREIFEN
Diese Reifen bieten ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen benötigter Traktion bei Regen und Schnee, einer guten Profilhaltbarkeit und einer angenehmen, ruhigen Fahrt.
 

GANZJÄHRIGE TRAKTION
Weist darauf hin, dass der Reifen eine ausgewogene Traktion bei Nässe, Trockenheit und im Winter bietet.
 

APS
Eine neuartige Gummimischung auf Silicia-Basis, die auf winterliche Verhältnisse ausgelegt ist. Überzeugt mit Flexibilität, wenn die Lauffläche mit der Fahrbahn in Berührung kommt.
 

ARAMID
Ein synthetisches Gewebe, das in einigen Reifen verwendet wird. Die verwendete Kunstfaser ist stärker als Stahl.
 

WULSTBAND
Die Kontaktfläche zwischen Reifen und Rad und somit ein wichtiger Bestandteil des Reifens. Es wird so konzipiert, dass es den Kräften bei der Reifenmontage sowie den dynamischen Kräften während des Fahrens und Bremsens standhält.
 

WULSTFÜLLUNG
Verantwortlich für die Übertragung des Antriebs- und Bremsmoments von der Radfelge auf die Fahrbahnoberfläche.
 

WULSTVERSTÄRKER
Zwei Seitenwandlagen, die in entgegengesetzten Richtungen um den Wulstdraht gewickelt sind. Sie bieten Seitenstabilität und sind flexibel, um Straßenunebenheiten auszugleichen.
 

GÜRTEL
Unter der Lauffläche, direkt über der Karkasse liegen mehrere gummierte Cordfäden. Diese Cordfäden bestehen zumeist aus Stahl, können jedoch auch aus Glasfaser, Viskose, Nylon, Polyester oder anderen Geweben hergestellt werden.
 

DIAGONALREIFEN
Eine Reifenbauart, bei der die Cordfäden übereinander und kreuzweise und schräg zur Fahrtrichtung angeordnet sind.
 

LOCHKREIS
Der Lochkreis gibt Anzahl und Abstand der Gewindelöcher für Räder an. Der Lochkreis-Durchmesser ist die Abmessung eines gedachten Kreises, der von den Löchern für die Radbolzen gebildet wird. Diese Messung ist für die Bestimmung eines geeigneten Ersatzrades erforderlich.
 

BREMSMOMENT
Eine bei Beschleunigungsrennfahrern und Straßenprüfern verwendete Technik zur Verbesserung der Antrittsbeschleunigung; Bremse und Gas werden gleichzeitig betätigt, um die Motordrehzahl bis zum Lösen der Bremse zu erhöhen.

AUSBRECHEN
Dieser Begriff beschreibt den Haftungsverlust in einer Kurve oder wenn aus dem Stand beschleunigt wird. Die Reifen rutschen, anstatt auf der Straßenoberfläche zu haften.
 

BUTYLKAUTSCHUK
Ein Kunststoff, aus dem moderne Reifen hergestellt werden. Er ist für Wasser und Luft praktisch undurchdringlich.
 

STURZ
Der Winkel zwischen der Radmittelebene und einer Senkrechten auf die Fahrbahn. Der Sturzwinkel wird so angepasst, dass die Außenseite der Reifen während einer Kurve flach auf der Straße bleiben.
 

STURZSEITENKRAFT
Eine Seitenführungskraft, die durch den Radsturz erzeugt wird.
 

RUSS
Ein verstärkender Füllstoff. Wird er in der Reifengummimischung verarbeitet, wird eine höhere Verschleißfestigkeit erreicht.
 

KARKASSE
Das tragende Gerüst im Reifen. Es besteht aus Gewebeschichten, die radial verlaufen und im Wulst verankert sind. 
 

KARKASSENLAGE
Sie besteht aus dünnen Textilfaserkabeln, die in Gummi eingebettet sind. Dieses Gewebe ist weitgehend für die Bestimmung der Reifenstärke verantwortlich.
 

TRAGFÄHIGKEIT
Gibt an, wie viel Gewicht ein Reifen bei einem bestimmten Reifendruck tragen kann. Für jede Reifengröße gibt es eine Tragfähigkeits-/Luftdrucktabelle, um sicherzustellen, dass der verwendete Luftdruck für die Fahrzeugachslast ausreichend ist.
 

NACHLAUFWINKEL/NACHLAUF
Der Winkel zwischen einer vertikal durch die Mittellinie eines Rades gezogenen Linie und der Schwenkachse des Rades; zur Verbesserung der Richtungsstabilität und des Geradeauslaufs eines Fahrzeugs.
 

SYMMETRIEACHSE
Eine gedachte Linie in der Mitte des Fahrzeugs. Wird für die Achsvermessung verwendet.
 

ZENTRIFUGALKRAFT
Eine Trägheitskraft, die bei Dreh- und Kreisbewegungen auftritt. Wenn ein Auto durch eine Kurve fährt, wirkt die Zentrifugalkraft und zieht es nach außen. Um dem entgegenzuwirken, entwickeln die Reifen eine gleiche und entgegengesetzte Kraft. Wird auch Fliehkraft genannt.
 

CORD/CORDGEWEBE
Die unterschiedlichen Stoffstränge, die die Lagen oder Schichten des Reifens bilden. Die Cordfäden können aus Polyester, Viskose, Nylon, Glasfaser oder Stahl hergestellt werden.
 

SEITENFÜHRUNGSKRAFT
Die Kraft in der Kontaktzone zwischen Rad und Fahrbahn, die das Fahrzeug in einer Kurve in dem gewünschten Kurvenverlauf hält. Die Fähigkeit des Reifens, Grip aufzubauen und Seitenkräften zu widerstehen.
 

ZENITLAGEN
Eine stabile Grundlage für die Lauffläche für einen optimierten Kraftstoffverbrauch. Diese Lagen bieten außerdem die benötigte Zentrifugal- und Seitensteifigkeit des Reifens zur Gewährleistung einer ausreichenden Flexibilität und einer komfortablen Fahrt.
 

LEERGEWICHT
Das Leergewicht entspricht dem Gewicht des unbeladenen Fahrzeugs in fahrbereitem Zustand: Die Flüssigkeitsbehälter (einschließlich Kraftstofftank) sind gefüllt, Fahrer oder Beifahrer sind nicht vorhanden.
 

RICHTUNGSSTABILITÄT
Das Vermögen eines Fahrzeugs, auch bei hoher Geschwindigkeit sicher einen geradlinigen Kurs beizubehalten, ohne von Straßenunebenheiten, Seitenwind, aerodynamischen Auftriebskräften oder anderen äußeren Einflüssen beeinträchtigt zu werden.
 

SPUREINSTELLUNG
Die Spurweite ist der Abstand zwischen den beiden Radaufstandspunkten einer Achse. Bei einer fehlerhaften Spureinstellung folgen die Hinterräder nicht dem Weg der Vorderräder, wenn das Fahrzeug in einer Geraden fährt. Man spricht in diesen Fällen von einer Vorspur oder Nachspur. 


EXZENTRISCHE MONTAGE
Montage eines bereiften Rades derart, dass der Drehpunkt des Rades nicht am Drehpunkt der Fahrzeugnabe ausgerichtet ist.
 

NULLGRAD-ABDECKUNG
Einzelne, spiralförmig gewickelte Nylon- oder Aramid-/Nylon-Verstärkungsfasern können in bestimmten Bereichen oder über den gesamten Profilbereich mittels spezieller BAZ-Technologie (Banded At Zero) angebracht werden. Dies trägt einerseits dazu bei, dass die Reifenform erhalten bleibt, zugleich werden Fahrqualität und Lenkpräzision verbessert.
 

GEWICHTSVERLAGERUNG ZWISCHEN VORNE UND HINTEN
Übertragung des Gewichts von der Vorder- auf die Hinterachse (oder umgekehrt) durch Beschleunigung oder Bremsen. Die Beschleunigung bewirkt eine Gewichtsübertragung von der Vorderachse auf die Hinterachse. Das Bremsen bewirkt eine Gewichtsübertragung von der Hinterachse auf die Vorderachse.
 

VIERRADDRIFT
Ein Begriff aus der Fahrtechnik, der beschreibt, dass die Vorder- und Hinterreifen kontrolliert ins Rutschen kommen. Der Fahrer nutzt sowohl Gas und Lenkung, um das Fahrzeug auf einem vorgegebenen Weg zu halten.
 

RADIUS EINES UNBELASTETEN REIFENS
Der Radius eines bereiften Rades ohne Einwirkung einer Last.
 

MAXIMAL ZULÄSSIGE ACHSLAST
Das maximale Gewicht, das auf die Reifen einer bestimmten Achse verteilt werden kann.
 

ZULÄSSIGE GESAMTMASSE
Die Summe aus Leergewicht plus maximaler Zuladung eines Kraftfahrzeugs (Flüssigkeiten, Passagiere und Fracht).
 

ZULÄSSIGES GESAMTGEWICHT
Das maximal zulässige Gewicht für das Fahrzeug und seinen Inhalt. Dieser Wert wird vom Fahrzeughersteller festgelegt und ist auf dem Türschild des Fahrzeugs abzulesen.
 

EINKERBUNG
Ein normales und ungefährliches Phänomen an der Seitenwand eines Reifens: überlappende Spleiße der verarbeiteten Corde können Vertiefungen bilden. Aufgrund der Einarbeitung von Stahldraht können auf der Lauffläche keine derartigen Vertiefungen auftreten.
 

INNENLINER
Der Innerliner eines schlauchlosen Reifens besteht aus einer luftundurchlässigen Gummischicht, die aus Butylkautschuk hergestellt wird. Im Laufe der Zeit tritt ein gewisser Luftverlust auf. Überprüfen Sie monatlich Ihren Luftdruck, um einen sicheren und zuverlässigen Betrieb Ihrer Reifen zu gewährleisten.
 

GEWICHTSVERLAGERUNG ZUR SEITE
Fährt ein Fahrzeug in eine Kurve, verlagert sich das Gewicht der Reifen aufgrund der auf das Fahrzeug einwirkenden Zentrifugalkraft bzw. des Seitendrucks vom Kurveninnern zum Kurvenäußeren. 
 

RADIUS UNTER LAST
Die Höhe von der Aufstandsfläche zur Achsenmitte gemessen bei Einfederung unter Belastung (wenn der Reifen für die Last entsprechend aufgeblasen ist).
 

QUERSCHNITTSHÖHE DER AUFSTANDSFLÄCHE
Die Höhe des Reifenbereichs, der Kontakt zur Fahrbahn hat.
 

LASTBEREICH
Bestimmt einen Bereich mit maximalen Lasten, die Reifen bei einem definierten Druck tragen können.
 

BOLZENZENTRIERUNG
Räder werden entweder im Hinblick auf das Radmittenloch oder die Bolzen des Radträgers hergestellt. Räder mit Bolzenzentrierung passen perfekt auf das Radnabenmuster des Fahrzeugs.
 

LUXURIÖSE PERFORMANCE-TOURENREIFEN
Diese für Luxuslimousinen entwickelte Reifenart verbindet Leistungsstärke mit Komfort und einer ruhigen Fahrt.
 

OXIDATION
Rostvorgang in den Stahlgürteln, der stattfindet, wenn Feuchtigkeit durch Beschädigung in die Reifen eindringt. Dies kann dazu führen, dass der Reifen bereits vor der normalen Austauschzeit unbrauchbar wird.
 

ABROLLUMFANG
Die von einem Reifen in einer Umdrehung zurückgelegte lineare Strecke (sein Umfang). Er ändert sich infolge von Belastung und Reifenluftdruck. Um den Abrollumfang zu berechnen, stehen zahlreiche Online-Reifenrechner zur Verfügung. 
 

GUMMIMISCHUNG
Eine Kombination von Rohstoffen, die nach sorgfältig entwickelten Verfahren gemischt werden. Die Gummimischung ist speziell auf die Anforderungen an die Leistung der einzelnen Reifentypen abgestimmt.
 

STAHLGÜRTEL
Mehrere mit Gummi beschichtete Stahlcordfäden bilden einen Gürtel unter dem Laufflächengummi und über der Karkasse; er sorgt für die nötige Festigkeit im Reifen und hilft bei der Vermeidung von Pannen.
 

LENKANSPRECHEN
Die Reaktion eines Fahrzeugs auf die Lenkeinschläge eines Fahrers. Beschreibt auch die Resonanz, die der Fahrer über das Lenkrad erhält, wenn er in Kurven fährt.
 

SYNTHETIKKAUTSCHUK
Im Gegensatz zu Naturkautschuk ein Gummi, der künstlich hergestellt wird. Die meisten der heutigen Pkw- und Lkw-Reifen haben einen relativ geringen Anteil an Naturkautschuk in ihrer Zusammensetzung.
 

SPUR
Der unterschiedliche Abstand zwischen den Reifenpaaren auf der Vorder- und Hinterachse.
 

VORSPUR
Die Räder der Vorderachse stehen näher zusammen als die Räder der Hinterachse.
 

NACHSPUR
Die Räder der Vorderachse stehen weiter auseinander als die Räder der Hinterachse.
 

SPURDIFFERENZWINKEL
Man spricht auch vom Ackermannwinkel. Das Kurveninnenrad folgt einem kleineren Kurvenradius als das Kurvenaußenrad, weil jedes Vorderrad einen eigenen Lenkwinkel hat.
 

DREHMOMENT
Die Drehwirkung einer Kraft, üblicherweise gemessen in lb-ft oder Newtonmeter.
 

DREHSTABFEDER
Eine lange, stabförmige Feder, die an einem Ende am Fahrgestell und am anderen Ende an der Radaufhängung befestigt ist. Beim Verdrehen des Stabes wird Energie aufgenommen.
 

GRUNDGUMMI
Gummischicht zwischen Profilgrund und den Festigkeitsträgern (Stahlgürtel); wirkt wie ein Polster uns sorgt für mehr Fahrkomfort.
 

VARIABLE REIFENAUFSTANDSFLÄCHE
Ein System, das die Aufstandsfläche bei Kurvenfahrten durch eine Kombination aus asymmetrischen Profilen und darunter liegenden Gürteln maximiert.
 

RADSTAND
Der Längsabstand von der Mitte des Vorderrades zur Mitte des Hinterrades auf der gleichen Fahrzeugseite.